Koch (m/w) ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Koch (m/w)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Köche sind die Organisationstalente der Gastronomie. Sie planen, bestellen und lagern Lebensmittel, bereiten sie zu und richten die Speisen an.

Lebensmittel Hotel und Gastronomie Berufe in der Gastronomie und im Hotel Berufe mit Hauptschulabschluss Kreative Berufe Berufe mit Lebensmitteln Berufe mit Uniform Lehre in Österreich Lehre in der Schweiz Lehre in Italien (Südtirol)

Deine Tätigkeiten

Dein Berufsalltag als Koch könnte folgendermaßen aussehen:

Dein Arbeitsalltag beginnt eventuell erst mittags oder nachmittags. Das kann für dich Ausschlafen bedeuten, aber heißt auch, dass du bis in den späten Abend oder sogar in den fühen Morgen hinein arbeiten musst.
Heute steht viel auf dem Programm. Zu allererst triffst du dich mit einem Paar, das im nächsten Frühjahr seine Hochzeit in deinem Restaurant feiern möchte. Es sollen 80 Gäste kommen und für jeden etwas dabei sein. Da bietet sich ein vielseitiges Buffet an. Das heißt aber auch für dich, dass das Essen für 80 Personen gleichzeitig auf den Buffettischen stehen muss. Stress? Das schon, aber als Koch bewahrst du die Ruhe und trotz der Hitze von Herd und Öfen einen kühlen Kopf. Schließlich musst du die Abläufe in der Küche gekonnt koordinieren und es darf nichts schiefgehen. Die Zufriedenheit deiner Gäste ist das A und O. Das Hochzeitspaar hat allerhand Vorstellungen und Wünsche, die du so gut es geht umsetzen willst. Einige Vegetarier sind unter den Gästen sowie Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Für sie sollen zusätzliche Speisen zubereitet werden.

Im Anschluss an das Gespräch setzt sich das gesamte Küchenpersonal zusammen, denn es muss eine neue Speisekarte für die anstehende Herbst-Winter-Saison her. Saisonale Speisen und Getränke werden gewünscht und sie sollen sich von denen aus dem letzten Jahr unterscheiden. Hier ist nicht nur Kreativiät gefragt, sondern auch Rechenfähigkeiten, Vorausschauen und Sensibilität für Kundenwünsche. Angebote von Lieferanten müssen verglichen werden. Dabei sollten das Budget des Restaurants und die Preisklasse der Gerichte nicht aus den Augen verloren werden. Schließlich müssen Bestellungen aufgegeben werden, Einkäufe gemacht werden, Lebensmittel gelagert werden und die Vorräte überprüft werden. Die Aufgaben werden vom Küchenchef auf das Personal aufgeteilt.

Nun geht es auch schon an die Vorbereitung des Abends. Heute stehen keine Veranstaltungen an, sondern es wird im Restaurant à la carte gegessen. Während deine Kollegen die Geräte und Hilfsmittel in der Küche soweit vorbereitet haben, hilfst du dabei, die vorbereitenden Aufgaben zuzuweisen. Der Nudelteig muss zubereitet und in die gewünschte Form gebracht werden, das Gemüse geputzt und geschnitten werden und das Fleisch gewürzt werden. Du kontrollierst noch einmal alles auf Vollständigkeit - es kann losgehen. Jetzt ist vor allem Teamarbeit gefragt. Jeder Handgriff muss sitzen, wenn es darum geht, dass die Gäste innerhalb möglichst kurzer Zeit ihre Speisen frisch zubereitet auf den Tisch bekommen - und das auch noch gleichzeitig - und warm. Das erfordert eine Menge guter Organisation.

Wenn der letzte Gast das Restaurant verlassen hat, neigt sich auch dein Arbeitstag dem Ende zu. Erst wenn die Küche wieder tip top ist, hast du Feierabend und kannst nach Hause fahren. Du hast zwar den ganzen Samstagabend gearbeitet, während andere Leute das Wochenende genießen, dafür konntest du aber deinen Gästen einen schönen Abend in toller Atmosphäre und mit fantastischen Gerichten bereiten.

Inhalte der Ausbildung


Da die Ausbildung zum Koch eine duale Ausbildung ist, bekommst du sowohl schulische als auch betriebliche Inhalte vermittelt. Mit diesem Wissen bist du gut gewappnet für die Berufspraxis.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule wirst du in die Arbeit in der Küche und im Servicebereich eingeführt. Du lernst wichtige Verhaltensgrundlagen sowie Grundlagen des Kochens. Regionale und ausländische Küche stehen auf dem Programm. In der Ausbildung hast du die Möglichkeit, bereits viele Ideen für deine Tätigkeit als Koch zu sammeln.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb zeigt sich dann, ob du die Grundlagen verstanden hast und sie umsetzen kann. Es muss natürlich nicht jeder Handgriff von Anfang an sitzen. Aber je mehr du übst, desto besser wirst du. Deshalb wirst du auch direkt von Anfang an in die Küchenabläufe mit einbezogen. Im Service lernst du den kompetenten, höflichen und geduldigen Umgang mit Gästen. In der Küche lernst du, mit Geräten und Maschinen umzugehen und selbstverständlich auch mit Lebensmitteln. Hygiene steht bei allen deinen Tätigkeiten immer an oberster Stelle. Neben Arbeitsplanung und den vielen verschiedenen Arten der Zubereitung von Zutaten wie Fisch und Fleisch, Gemüse, Molkereiprodukten, Eiern usw., hast du auch organisatorische Aufgaben zu erledigen. Warenwirtschaft, Büroorganisation und Bürokommunikation sowie Werbung und Verkaufsförderung sind neben dem Kochen und dem Anrichten von Speisen Aufgabenfelder in deinem Beruf. Die Zutaten müssen schließlich beschafft und gelagert werden, Preise müssen kalkuliert werden, Termine mit Lieferanten vereinbart werden und das Restaurant sollte mit tollen Angeboten und leckeren Gerichten in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Koch findet als duale Ausbildung statt. Du wirst also einen Teil der Ausbildungszeit an einer Berufsschule und den anderen Teil im Unternehmen verbringen. Das hat den Vorteil gegenüber einer schulischen Ausbildung, dass die gelernten theoretischen Inhalte direkt von dir in der Praxis geübt werden können.



Voraussetzungen


In deiner Ausbildung zum Koch wirst du vieles lernen. Es schadet aber nicht, einige Fähigkeiten und Eigenschaften schon mitzubringen:

  • guter Geschmacks- und Geruchssinn
  • sorgfältiges und schnelles Arbeiten
  • Psychische und körperliche Belastbarkeit (z.B. bei Stress)
  • Teamfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Rechenfertigkeiten
  • Kreativität
  • Fingerfertigkeit
  • schnelle Auffassungsgabe und gutes Gedächtnis
  • Genauigkeit und ein Blick für Fehler
  • gute mündliche Kommunikationsfähigkeiten

Wenn dich interessiert, ob du diese Kriterien erfüllst, mach doch mal den Test mit unserem Berufsscout.

Es ist kein Bildungsabschluss gesetzlich vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten von ihren Bewerbern aber wenigstens einen Hauptschulabschluss.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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