Wie werde ich Koch?

Schulabschluss und Voraussetzungen für die Koch Ausbildung

Wenn du dich um einen Ausbildungsplatz als Koch bzw. Köchin bewerben möchtest, solltest du neben einem Hauptschulabschluss (die meisten Betriebe wünschen sich Bewerber mit einem guten Hauptschulabschluss) folgende Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringen: 

  • guter Geschmacks- und Geruchssinn
  • sorgfältiges und schnelles Arbeiten
  • psychische und körperliche Belastbarkeit (z. B. bei Stress)
  • Teamfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Rechenfertigkeit
  • Kreativität
  • Fingerfertigkeit
  • schnelle Auffassungsgabe und gutes Gedächtnis
  • Genauigkeit und ein Blick für Fehler
  • gute mündliche Kommunikationsfähigkeit

Wenn dich interessiert, ob du diese Kriterien erfüllst, mach doch mal den Test mit unserem Berufs-Check!

Bildungsweg

Duale Ausbildung, Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Koch?

Deine Aufgaben als Koch auf einen Blick

  • Planung und Kalkulation: Menüs planen, die Menge der benötigten Zutaten berechnen, Preise für die Speisekarte kalkulieren
  • Warenwirtschaft: Lebensmittel einkaufen, annehmen und korrekt lagern
  • Mise-en-place: Den Arbeitsplatz bzw. sog. "Posten" vorbereiten und benötigte Werkzeuge wie Messer, Kellen oder Schneebesen bereit legen
  • Speisen zubereiten und anrichten: Verschiedene Arbeitstechniken, Garmethoden, Arbeitsmittel und Geräte einsetzen
  • Hygiene: Den Posten sauber halten, Geräte und Werkzeuge nach Gebrauch reinigen, auf die persönliche Körperhygiene achten. 


Deine Aufgaben als Koch im Detail

So könnte dein Berufsalltag als Koch aussehen:

Arbeitszeit

Deine Arbeit beginnt eventuell erst mittags oder nachmittags. Das kann für dich zum einen Ausschlafen bedeuten, zum anderen heißt es aber auch, dass du bis in den späten Abend oder sogar in den frühen Morgen hinein arbeiten musst. Heute steht viel auf dem Programm.

Buffetplanung für eine geschlossene Gesellschaft 

Zu allererst triffst du dich mit einem Paar, das im nächsten Frühjahr seine Hochzeit bei euch im Saal feiern möchte. Es sollen 80 Gäste kommen und für jeden etwas dabei sein. Da bietet sich ein vielseitiges Buffet an. Das bedeutet für dich als Koch, dass das Essen für 80 Personen gleichzeitig auf den Buffettischen stehen muss. Stress? Das schon, aber du bewahrst die Ruhe und trotz der Hitze von Herd und Öfen einen kühlen Kopf. Schließlich musst du die Abläufe in der Küche gekonnt koordinieren und es darf nichts schiefgehen. Die Zufriedenheit deiner Gäste ist das A und O. Das Hochzeitspaar hat allerhand Vorstellungen und Wünsche, die du so gut es geht umsetzen willst. Einige Vegetarier sind unter den Gästen sowie Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Für sie sollen zusätzliche Gerichte zubereitet werden.

Teambesprechung zur Entwicklung einer neuen saisonalen Speisekarte

Im Anschluss an das Gespräch setzt sich das gesamte Küchenpersonal, die sog. Küchenbrigade, zusammen, denn es muss eine neue Speisekarte für die anstehende Herbst-Winter-Saison her. Saisonale Speisen und Getränke werden gewünscht und sie sollen sich von denen aus dem letzten Jahr unterscheiden. Hier ist nicht nur Kreativität gefragt, sondern auch Rechenfähigkeiten, Vorausschauen und Sensibilität für Kundenwünsche. Angebote von Lieferanten müssen verglichen werden. Dabei sollten das Budget des Restaurants und die Preisklasse der Gerichte nicht aus den Augen verloren werden. Schließlich müssen Bestellungen aufgegeben, Einkäufe gemacht, Lebensmittel gelagert und die Vorräte überprüft werden. Diese Aufgaben werden vom Küchenchef auf das Personal aufgeteilt.

Den Abend im Restaurant vorbereiten

Nun geht es auch schon an die Vorbereitung des Abends. Heute stehen keine Veranstaltungen an, sondern die Gäste essen  à la carte im Restaurant. Während deine Kollegen die Geräte und Hilfsmittel in der Küche soweit bereit gelegt haben, hilfst du dabei, die vorbereitenden Aufgaben zuzuweisen: Der Nudelteig muss zubereitet und in die gewünschte Form gebracht werden, das Gemüse geputzt und geschnitten werden und das Fleisch gewürzt werden. Du kontrollierst noch einmal alles auf Vollständigkeit, dann kann losgehen. Jetzt ist vor allem Teamarbeit gefragt. Jeder Handgriff muss sitzen, wenn es darum geht, dass die Gäste innerhalb möglichst kurzer Zeit ihr Essen frisch zubereitet auf den Tisch bekommen - und das auch noch gleichzeitig - und warm. Dieser Job erfordert eine Menge guter Organisation!

Aufräumen und Putzen

Wenn der letzte Gast das Lokal verlassen hat, neigt sich auch dein Arbeitstag dem Ende zu. Doch erst wenn die Küche wieder tip top ist, hast du Feierabend und kannst nach Hause fahren. Du hast zwar den ganzen Samstagabend gearbeitet, während andere Leute das Wochenende genossen haben, dafür konntest du aber deinen Gästen einen schönen Abend in toller Atmosphäre und mit fantastischen Gerichten bereiten!

Gut zu wissen...
  • Die Angst, kochen zu müssen, wird als Mageiricophobie bezeichnet.
  • Jeder Mensch isst 1.000 Tiere in seinem Leben.
  • Bis heute ist es in der Schweiz erlaubt, die eigenen Haustiere zu verspeisen, also auch Hunde und Katzen.
  • In Deutschland leben rund 8 Millionen Vegetarier.
  • Internationale Küchensprache ist Französisch.

Inhalte der Ausbildung

Da die Kochausbildung eine duale Ausbildung ist, bekommst du sowohl schulische als auch betriebliche Inhalte vermittelt. Mit diesem Wissen bist du gut gewappnet für deinen späteren Job als Koch bzw. Köchin. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre, zuständig ist die Industrie- und Handelskammer. 

Ausbildung Koch: Die wichtigsten Inhalte im Überblick

  • Warenkunde (Nahrungsmittel und Getränke) und Warenwirtschaft
  • Küchenbereich und Servicebereich
  • Umgang mit Gästen, Beratung und Verkauf
  • Einsetzen von Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern
  • Anwenden arbeits- und küchentechnischer Verfahren; Herstellen von Speisen
  • Hygiene
  • Büroorganisation und -kommunikation, Arbeitsplanung, Werbung und Verkaufsförderung
  • Fachrechnen
  • Deutsch, Englisch, Französisch

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule wirst du in die Arbeit in der Küche und im Servicebereich eingeführt. Du lernst wichtige Verhaltensgrundlagen sowie Grundlagen des Kochens: Kochen, Backen, Braten, Grillen, aber auch Blanchieren, Dämpfen, Dünsten, Frittieren, Niedrigtemperaturgaren und Schmoren. Des Weiteren stehen regionale und internationale Gerichte auf dem Programm. In der Ausbildung hast du die Möglichkeit, bereits viele Ideen für deine spätere Tätigkeit als Koch bzw. Köchin zu sammeln.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb findet der praktische Teil deiner Koch Ausbildung statt und du kannst zeigen, dass du die Grundlagen verstanden hast und sie umsetzen kannst. Natürlich muss nicht jeder Handgriff von Anfang an sitzen, aber je mehr du übst, desto besser wirst du. Deshalb wirst du an deinem Ausbildungsplatz auch von Anfang an in die Arbeitsabläufe mit einbezogen. Im Service erlernen die Auszubildenden den kompetenten, höflichen und geduldigen Umgang mit Gästen. In der Küche lernst du, mit Geräten und Maschinen umzugehen und selbstverständlich auch mit Lebensmitteln. Hygiene steht bei allen deinen Tätigkeiten immer an oberster Stelle. Neben Arbeitsplanung und den vielen verschiedenen Arten der Zubereitung von Zutaten wie Fisch und Fleisch, Gemüse, Molkereiprodukten, Eiern usw. gehören auch organisatorische Aufgaben zu deinem Ausbildungsberuf. So beinhaltet dein Berufsbild auch Warenwirtschaft, Büroorganisation und Bürokommunikation sowie Werbung und Verkaufsförderung. Die Zutaten müssen schließlich beschafft und gelagert werden, Preise müssen kalkuliert werden, Termine mit Lieferanten vereinbart werden und das Lokal sollte mit tollen Angeboten und leckeren Gerichten in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Die verschiedenen Posten als Koch

Während deiner Berufsausbildung zum Koch lernst du die verschiedenen Posten in der Küche bzw. innerhalb der Küchenbrigade kennen. Je nachdem, was dir am meisten liegt, kannst du dich später auf einen dieser Posten spezialisieren:

  • Saucier („Soßenkoch“): Fleisch, Fisch und Saucen
  • Entremetier („Beilagenkoch“): Suppen, Beilagen und Zwischengerichte
  • Gardemanger („Kaltkoch“ bzw. „Kaltmamsell“): Kalte Speisen wie Pasteten und Terrinen, außerdem Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und Wild
  • Pâtissier („Küchenkonditor“, „Feinbäcker“): Süßspeisen, Torten und Eis

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Koch findet als duale Ausbildung statt: Du wirst also einen Teil der Ausbildungszeit an einer Berufsschule und den anderen Teil in der Küche verbringen. Gegenüber einer schulischen Ausbildung hat dies den Vorteil, dass die gelernten theoretischen Inhalte direkt von dir in der Praxis geübt werden können.

Freie Ausbildungsplätze für angehende Köche gibt es natürlich in Restaurants und Hotels, aber auch auf Kreuzfahrtschiffen und in Autobahnraststätten. Weitere Einsatzorte als Auszubildender bzw. später als Fachkraft sind: 

  • Betriebsrestaurants und Kantinen
  • Krankenhäuser und Altenheime
  • Pensionen und Gaststätten
  • Kurkliniken und Erholungsheime
  • Unternehmen der Lebensmittelindustrie


Schulische Kochausbildung in Südtirol (Italien)

In Südtirol kannst du die Ausbildung zum Koch auch als schulische Ausbildung absolvieren. Das praktische Kochen findet dabei in der Schulküche statt. Nach der dreijährigen Ausbildung in der Berufsschule bekommst du dein Berufsfachdiplom; nach deiner daran anschließenden achtmonatigen Berufspraxis erhältst du schließlich den offiziellen Abschluss als Koch. Formale Voraussetzung für die schulische Kochausbildung ist ein Pflichtschulabschluss.

Wie gut passt der Beruf Koch zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Koch genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Handwerkliches Geschick
  • Kreativität
Koch-Quiz
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