Mechatroniker bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Mechatroniker (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahr(e)
Adrian Woick, Azubi zum Mechatroniker bei der Deutschen Bahn
Mechatroniker bei Siemens
Ausbildung zum Mechatroniker (m/w) bei Voith
Genau so soll meine technische Ausbildung sein - Deine Karriere bei E.ON
Ardagh Group Ausbildung Mechatroniker

Mechatroniker bauen elektrische, mechanische, pneumatische und hydraulische Komponenten zu einem System zusammen. Außerdem installieren, warten und reparieren sie die Anlagen und Geräte.

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Was macht ein Mechatroniker ?

Die meisten Maschinen und Anlagen bestehen aus mechanischen und elektronischen Bauteilen: Autopiloten für Flugzeuge und Schiffe zum Beispiel, Waschmaschinen oder auch medizinische Geräte wie das Röntgengerät. Mechatroniker bauen solche Anlagen und Maschinen aus mechanischen und elektronischen Teilen zusammen, nehmen sie in Betrieb und geben Hinweise zur Bedienung. Darüber hinaus sorgen sie auch für die Wartung und Instandhaltung der Anlagen.

Mechanisch, elektrisch und elektronisch – du kennst dich in allen Bereichen aus

Diese drei Begriffe werden dir noch oft zu Ohren kommen. Dein Berufstitel setzt sich nämlich aus „Mechanik“ und „Elektronik“ zusammen. Was bedeuten diese Begriffe? Mechanik bezeichnet Körper, die sich bewegen und miteinander in Beziehung stehen bzw. Kräfte zwischen Körpern. In der Elektronik geht es darum, die elektrische Leitfähigkeit in Festkörpern durch Temperatur, Licht oder elektrische Spannung zu beeinflussen.

Im Klartext: In der Mechatronik werden Objekte, also Bauteile, zu einem Gesamtkörper verbaut und mit elektronischen Schaltungen mithilfe von elektrischem Strom und elektrischer Spannung ergänzt.

Aus der Kombination aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Bauteilen entstehen komplizierte Systeme, die durch die Installation einer Steuerungssoftware geregelt werden können. Als Mechatroniker bist du dafür verantwortlich, dass das fertige System, wie zum Beispiel eine Produktionsanlage für eine Kraftfahrzeugbau-Firma, die geplanten Funktionen erfüllt.

Schritt für Schritt – so arbeitest du als Mechatroniker

Zu allererst studierst du die Schaltpläne und technischen Zeichnungen, die dir für eine geplante Konstruktion vorliegen. Damit planst du dann die einzelnen Arbeitsschritte und den Materialbedarf. Nachdem alle Werksstoffe, Werkzeuge, Maschinen usw. vorliegen, kann es losgehen. Elektronische Bauelemente, zum Beispiel eine Elektronikkarte für die Motorsteuerung eines Fahrzeugs, werden in mechanische Bauteile integriert. Zum Schluss wird noch die Steuerungssoftware installiert. In diese programmierst du Daten, zum Beispiel Anweisungen für eine Maschine oder Befehle für die Reaktionen eines Fahrzeugs auf bestimmte äußere Reize.

Als Mechatroniker bist du der Helfer in der Not

Kein Problem! Mithilfe von Diagnoseverfahren ist die Fehlerursache schnell gefunden. Liegt ein mechanisches Problem vor, wird das beschädigte oder defekte Bauteil ausgetauscht. Bei einem elektronischen Problem geht das nicht ganz so einfach. Wenn zum Beispiel die Türen einer Straßenbahn nicht mehr schließen oder andere Funktionen nicht mehr reibungslos ablaufen, musst du vorsichtig die Elektronikkarte des Fahrzeugs entnehmen. Im Prüfstand wird sie erst einmal getestet. Dazu führst du mehrere Erstprüfungen durch und liest die Ergebnisse am PC ab. Die Karte wird repariert, indem zum Beispiel eine neue Software installiert wird. Nach weiteren Testläufen kann die Karte wiedereingesetzt und in Betrieb genommen werden. So kannst du kontrollieren, ob alle Fehler behoben worden sind.


Inhalte der Ausbildung


Deine Ausbildung besteht sowohl aus theoretischen als auch praktischen Inhalten. Das hat den Vorteil, dass du alle gelernten Inhalte im Berufsalltag deines Ausbildungsbetriebs auf die Probe stellen kannst.

Schulische Ausbildungsinhalte für den Beruf Mechatroniker

In der Schule wirst du in die Geheimnisse der Mechanik und der Elektronik eingeweiht. Du lernst zunächst, Funktionszusammenhänge in mechatronischen Systemen zu verstehen und Energieflüsse in elektrischen, pneumatischen sowie hydraulischen Baugruppen zu untersuchen. Wenn du diese Grundkenntnisse sicher beherrschst, erfährst du, wie du selbst mechatronische Systeme erstellst und in Betrieb nimmst. Mathe und Physik nehmen einen großen Anteil deiner schulischen Ausbildung ein. Dort erwirbst du das nötige Hintergrundwissen, zum Beispiel über Schaltkreise und Messverfahren. Auch die Informatik spielt eine Rolle, zum Beispiel im Zusammenhang mit Steuerungssoftware für mechatronische Systeme. In Technik lernst du, technische Zeichnungen auszuwerten und selbst anzufertigen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte für den Beruf Mechatroniker

Das „Handwerkszeug“ wird dir in deinem Ausbildungsbetrieb vermittelt. Dort lernst du Schweißen, Bohren, Verdrahten, Fügen und Installieren. Zu Anfang verbaust du Rohre und Profile, später dann auch Schaltgerätekombinationen, außerdem baust du elektrische Schaltungen auf. Es wird ein besonderer Wert darauf gelegt, dass du die Bestimmungen der Arbeitssicherheit kennst und bei allen Tätigkeiten die richtigen Schutzmaßnahmen beachtest.


Besonderheiten


Die Ausbildung zum Mechatroniker absolvierst du in der Regel in Form einer dualen Ausbildung. Vereinzelt wird sie auch als schulische Ausbildung angeboten. Im Gegensatz zur schulischen Ausbildung zum Mechatroniker, sind die theoretischen und praktischen Inhalte in der dualen Ausbildung enger miteinander verbunden. Du verbringst nämlich einen großen Teil deiner Ausbildung in deinem Ausbildungsbetrieb.

Die schulische Ausbildung zum Mechatroniker

Anders als bei der dualen Ausbildung kannst du die schulische bereits mit einem Hauptschulabschluss beginnen, auch diese dauert 3 Jahre. Eine schulische Ausbildung hat theoretische und praktische Inhalte. In der Berufsschule lernst du im Unterricht beispielsweise wie mechanische Teile ineinandergreifen oder wie sie elektronisch miteinander vernetzt werden müssen. Die praktische Ausbildung absolvierst du im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr in Form eines Berufspraktikums. Dort erhältst du Einblicke in die Arbeit rund um den Bau von Anlagen und Fertigungssystemen. In dieser Praxisphase setzt du dein theoretisches Wissen aus der Schule in der Praxis ein und hast dafür feste Ansprechpartner im Betrieb.

Schwerpunkte in der Ausbildung als Mechatroniker 

Du hast innerhalb der Ausbildung die Möglichkeit, vier Zusatzqualifikationen zu wählen:

  • Systemintegration
  • Prozessintegration
  • Additive Fertigungsanlagen
  • IT-gestützte Anlagenänderung

Der Beruf des Mechatonikers ist sehr breit gefächert. Du kannst neben der normalen Ausbildung zum Mechatroniker auch eine Ausbildung mit Spezialisierung wählen:

 

Lehre in Italien (Südtirol)

In Italien dauert die Ausbildung vier, statt wie in Deutschland drei Jahre.



Wie werde ich Mechatroniker ?


Du

  • wirst von deinen Freunden und Bekannten als „Bastler“ bezeichnet?
  • hast Interesse an technischen und elektrotechnischen Sachverhalten?
  • bist gut in Mathe?
  • bist teamfähig?
  • arbeitest sorgfältig und präzise?
  • hinterlässt deinen Arbeitsplatz ordentlich?
  • kannst dir Körper im dreidimensionalen Raum vorstellen und sie auch zeichnen?
  • kannst dich gut ausdrücken und gut erklären?

    Wenn du wissen willst, ob du die Anforderungen für eine Ausbildung zum Mechatroniker erfüllst, mach doch mal den Test .

Schulabschluss

Die meisten Betriebe stellen Bewerber ein, die über einen mittleren Bildungsabschluss oder einen höheren Schulabschluss verfügen. Grundsätzlich gilt aber, dass du dich mit jedem Schulabschluss bewerben kannst. Überzeugen kannst du letztendlich nur mit deiner Bewerbung und im Vorstellungsgespräch.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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