Das Bewerbungsfoto

Deine Bewerbung soll einen guten Eindruck bei einem Unternehmen machen. Du hast erklärt bekommen, wie man ein Deckblatt erstellt und ein Anschreiben sowie einen Lebenslauf verfasst. Das Bewerbungsfoto ist ebenfalls wichtig für die Entscheidung des Personalers und vervollständigt deine Bewerbung. Ein Foto von dir hat viel mehr Einfluss auf Menschen, als du denkst. Wir erklären dir, was bei deinem Bewerbungsbild wichtig ist und auf was du achten solltest.

Tipps für dein perfektes Bewerbungsfoto!

Sicherlich fragst du dich, wie ein sehr gutes Bild für deine Bewerbung aussehen soll. Das Bild auf deinem Deckblatt, Lebenslauf oder der dritten Seite verrät nämlich viel über dich als Bewerber. Hier kommen unsere Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto:

  1. Aktualität: Zunächst einmal sollte das Bewerbungsfoto aktuell sein. Verwende bloß kein altes Foto, dass vor Jahren vom Schulfotografen geschossen wurde. Vielleicht hattest du auch vor ein paar Wochen noch eine andere Haarfarbe oder eine total andere Haarlänge? Nutze ein Bild, auf dem du äußerlich so aussiehst, wie du es im Moment tust.

  2. Ausdruck: Das Wichtigste bei einem solchen Bild ist: Bemühe dich, wie der neue Mitarbeiter auszusehen. Um einen guten Eindruck zu machen, schaue freundlich, aber biete keinen aufgesetzten Gesichtsausdruck. Stelle dich auf dem Foto von deiner besten Seite dar. Ein leichtes Lächeln macht dich sympathisch. Es hilft außerdem den Kopf leicht zu neigen. Wenn du zum Beispiel schlecht gelaunt auf deinem Bild guckst, macht sich das natürlich negativ beim Unternehmen bemerkbar. So wirkst du unmotiviert und gelangweilt. Deine gesamte Bewerbung wird dadurch leider entwertet. Beachte, dass das Bild deinen Lebenslauf komplett macht und dein Profil abrundet.

  3. Dein Erscheinungsbild: Als Frau ist dezentes Make-up auf Bildern sehr wichtig, da ein überschminktes Gesicht nicht gut ankommt. Trage also kein ausgefallenes Make-up auf, sondern schminke dich natürlich. Du sollst aber auch nicht ungeschminkt auf dem Bild sein. Etwas Concealer und Mascara solltest du schon auftragen, um frisch auszusehen, denn die vielen Lichter beim Fotografen und der Blitz der Kamera können sonst dafür sorgen, dass du etwas fahl wirkst.

    Männer sollten natürlich ebenfalls einen ordentlichen Eindruck machen. Vielleicht solltest du nochmal deinen Bart rasieren oder zum Frisör, um frischer auszusehen? Eine ordentliche Frisur gehört auch zu einem guten äußerlichen Erscheinungsbild, denn sowohl Männer als auch Frauen sollten auf ihrem Bild gepflegt aussehen.

    Tattoos sollten nicht sichtbar sein, das gilt genauso für Piercings im Gesicht oder am Ohr. Gesichtsschmuck sollte entfernt werden! Am Ohr kannst du natürlich dezenten Schmuck verwenden.

  4. Gehe zum Fotografen! Zu Bewerbungsfotos von einem professionellen Fotografen gibt es keine Alternative. Nur er kann dir ein gutes Bild bieten. Er wird dir sowohl bei deinem Gesichtsausdruck, als auch deiner Körperhaltung behilflich sein. Plane für den Termin beim Fotografen etwas Zeit ein. Je nach Person kann die Aufnahme eines Fotos länger dauern als geplant. Er wird dir auch mitteilen, dass ein Selfie oder eine andere Art von Privatfoto sich nicht als Bewerbungsfoto eignet. Das ist ein absolutes No-Go. Nutze bloß kein selbstgemachtes Bild von dir für deine Bewerbungsmappe, sondern gehe stattdessen zu einem professionellen Fotografen. Es findet nach der Aufnahme eine anschließende Bearbeitung des Bildes statt, bei der kleine Verschönerungen vorgenommen werden.

Bewerbungsfoto
Verwende kein Selfie als Bewerbungsfoto! © Wokandapix | Pixabay Public Domain

Diese Kleidung trägst du auf deinem Bewerbungsfoto

Weitere Tipps für gute Bewerbungsfotos gibt es zur Kleidung. Die richtige Kleidung macht viel aus. Stelle dir bei der Wahl folgende Fragen: Ist meine Kleidung passend zum Job gewählt? Sitzt das Outfit gut?

  1. Die Auswahl deiner Kleidung: Für das Bewerbungsfoto solltest du dich dezent kleiden. Auf deinem Foto kannst du als Frau eine Bluse, kombiniert mit einem Blazer oder solo tragen. Tiefe Ausschnitte sind dabei ein No-Go. Als Mann ist es ebenfalls üblich ein Hemd, mit oder ohne Sakko und Krawatte, zu tragen. Behalte immer im Hinterkopf, wo du dich bewirbst und passe deine Kleidung demnach an. Du kannst dich daran orientieren was die Leute im Unternehmen tragen. Beziehe den Beruf und die angestrebte Position in deine Entscheidung ein. In einer eher konservativen Branche wirkst du als Frau ohne Bluse und Blazer, und als Mann ohne Sakko und Krawatte, unpassend. Je nachdem wo man sich bewirbt, sollte man gegebenenfalls sogar einen kompletten Anzug tragen! Zum Beispiel bei einer Bank. Der sogenannte Business-Look ist in diesem Fall der Standard.
  2. Farbe und Zustand: Wir empfehlen dir farblich dezente Teile auszuwählen. Schwarz, weiß, grau oder Pastelltöne eignen sich immer ganz gut. Es ist ebenfalls wichtig, die Kleidung gut zu kombinieren. Sie sollte außerdem fleckenfrei, fusselfrei und gebügelt sein. Dass man nur mit sauberer Kleidung zum Fotografen geht, sollte selbstverständlich sein. Deine Kleidung sollte sich vom Hintergrund des Bildes abgrenzen. Ein schwarzer Blazer auf weißem Hintergrund ist zum Beispiel passend. Achte gemeinsam mit dem Fotografen auch auf solche Details.

Wichtiges zu deinem Foto

  1. Die richtige Größe: Die Größe deines Bildes sollte der Norm angepasst sein. Das gängigste Format ist 4,5 × 6 cm. Das gilt aber nur für Bewerbungsfotos auf dem Lebenslauf. Auf dem Deckblatt kann das Foto auch größer formatiert werden. Dein Bewerbungsfoto wird dir vom Fotografen im Hochformat überreicht. Inzwischen sind auch Bewerbungsfotos im Querformat modern. Diese können dann allerdings nur auf einem separaten Deckblatt verwendet werden, da das Format auf dem Lebenslauf nicht so gut passt. Quadratische Bilder werden eher nicht empfohlen.
  2. Qualität ist wichtig: Zahlreiche Fotografen bieten den Bewerbungsfoto-Service an. Komm bloß nicht auf den Gedanken, ein verrücktes Bild aus dem Urlaub zu verwenden. Nimm die für das Foto anfallenden Kosten auf dich und passe die Qualität deines Bildes deiner restlichen Bewerbung an. Übrigens: Die Kosten für deine Bewerbungen kannst du im Nachhinein bei deiner nächsten Steuererklärung auch steuerlich absetzen – noch ein Grund mehr, um die Kosten für ein gutes Bewerbungsfoto nicht zu scheuen.
  3. Welche Farbe wählst du? Die Auswahl der Farbe kannst du für dich selbst treffen, da es Geschmackssache ist. Schwarz-weiß Fotos wirken zum Beispiel klassischer und seriöser, während in kreativen Berufen bunte Fotos gut ankommen. Generell kommt es aber auf deinen persönlichen Geschmack an, welche Farbe du für dein Bewerbungsbild wählst.
  4. Die richtige Befestigung: Befestige dein Bild auf einer postalischen Bewerbung mit einem Klebstift. Nutze keine Büroklammer, da das nicht professionell wirkt. Außerdem solltest du auf die Rückseite deines Bewerbungsbildes deinen vollständigen Namen schreiben. Es kann nämlich passieren, dass sich dein Bewerbungsfoto vom Papier löst. So kann das Foto schneller deiner Bewerbung zugeordnet werden. Bei einer Online-Bewerbung fügst du das Bild an die passende Stelle ein. Wo wird das Bewerbungsfoto platziert? Wenn du ein Deckblatt oder eine dritte Seite verwendest, gehört das Foto auf eine von diesen beiden Seiten. Wenn diese nicht in der Bewerbung sind, wird das Foto oben rechts auf dem Lebenslauf befestigt.

Ist ein Bewerbungsfoto überhaupt nötig?

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass ein solches Foto seit 2006 keine Pflicht mehr für einen Bewerber ist. Dies sagt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Natürlich kann es Unternehmen geben, welche ausdrücklich vermerken, dass sie ein Foto wollen, beispielsweise bei einem Online-Bewerbungsportal. Die meisten Bewerber nutzen diese Option und schicken eines ab. Eine Bewerbung ohne Foto hat wesentlich schlechtere Chancen. Das liegt nicht daran, dass der Personaler über dein Aussehen urteilt, sondern durch deine Ausstrahlung auf dem Bild einen ersten Eindruck bekommt. Da das sehr hilfreich ist, empfehlen wir dir, ein Bewerbungsfoto mitzuschicken.

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