Studienorientierung

„Ich hab Abitur! Ich bin so stolz dafür!“

Auch wenn sich die Toten Hosen damals ein wenig sarkastisch mit dem erlangten Bildungsabschluss auseinandergesetzt haben, kannst du stolz darauf sein! Denn mit deinem Fachabi/Abitur in der Tasche, stehen dir viele Wege offen.

Zur Orientierung rund ums Studium gehört auch zu wissen: Was ist was?

Oder hast du bereits einen Fachbereich im Kopf, der dich interessiert? Dann sieh dir die Studiengänge an, diese sind 12 Fachbereichen zugeordnet. Informiere dich in den Studiengangsprofilen von A wie Accounting & Finance bis Z wie Zukunftsfähige Energiesysteme über Inhalte, Anforderungen und Perspektiven.

Darüber hinaus findest du in diesem Bereich detailliertere Infos zu den Themen Studieren in Deutschland oder Studieren im Ausland sowie Schnupperstudium und Studienfinanzierung. Außerdem kannst du dich über den Besuch von ABI-Messen und die optimale Vorbereitung informieren.

Du fragst dich, was die Vor- und Nachteile eines Studiums sind? Hier erfährst du es!

Vor- und Nachteile des Studiums

„Soll ich`s wirklich machen, oder lass ich`s lieber sein? - Jein“

Ist ein Studium für dich überhaupt das Richtige? Die Entscheidung können wir dir nicht abnehmen. Aber wir haben für dich einmal einige Vor- und Nachteile eines Studiums zusammengefasst. Allerdings beachte bitte, dass nicht alle Vor- und Nachteile auf jeden Studiengang zutreffen.

Vorteile Nachteile
Bei vielen Studiengängen kannst du dir deinen Stundenplan - bis zu einem gewissen Grad - selbst zusammenstellen. Dadurch kannst du Schwerpunkte setzen und deine Studien- und Freizeit ggf. für dich passender gestalten. Viele Freiheiten bringen auch viel Verantwortung mit sich. Es liegt bei dir, ob du dein Studium packst. Das erfordert eine hohes Maß an Selbstdisziplin.
Die meisten Studiengänge vermitteln, zumindest zu Beginn, ein sehr breites Grundwissen im Studiengebiet. Oft spezialisiert man sich erst im Laufe des Studiums auf ein Fachgebiet. Dadurch hast du nach dem Studium viele Möglichkeiten bei der Berufswahl. Außerdem musst du dich nicht gleich zu Beginn deines Studiums für einen konkreten Beruf entscheiden. Du bist selbst für die Organisation deines Studiums verantwortlich. Das bedeutet auch, dass du dir gut überlegen musst, welche Studienfächer bzw. Module du belegst.
Im Studium hast du häufig die Chance, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es durch Auslandssemester, Sprachreisen oder Praktika. Dabei kannst du automatisch deine Sprachkenntnisse aufbessern. Du hast in der Regel keinen konkreten Ansprechpartner wie einen Klassenlehrer oder einen Ausbilder. Bei Fragen musst du dich an einen Dozenten oder an die Betreuungsstelle für Studierende (häufig Studentenbüros oder Studentensekretariate) wenden.
Das Studium bietet dir die Gelegenheit, durch Praktika Eindrücke von verschiedenen Berufen zu gewinnen. Bei einigen Studiengängen sind die Inhalte sehr theoretisch und manchmal etwas “trocken“, das liegt nicht jedem.
Akademiker verdienen (zumindest auf lange Sicht gesehen) in der Regel mehr Geld als gelernte Fachkräfte. Während eines Studiums bekommst du kein Gehalt, außer vielleicht durch Nebenjobs.
Akademikern fällt es oft leichter, auf der Karriereleiter aufzusteigen. Auch wenn du kein Gehalt beziehst, musst du deinen Lebensunterhalt finanzieren und Studienbeiträge zahlen. Dafür kannst du zum Beispiel BAföG beantragen oder Kredite aufnehmen (siehe Studienfinanzierung).
Durch den akademischen Grad ‚Bachelor‘ und ‚Master‘ oder den Titel ‚Doktor‘ oder ‚Professor‘, genießt man häufig ein gutes gesellschaftliches Ansehen. Der Berufseinstieg kann ein Problem darstellen, wenn Firmen nicht das spezielle Fachgebiet suchen, für welches sich die Studenten entschieden haben. In manchen Fällen braucht es Zeit, bis man das passende Unternehmen gefunden hat.
Die meisten Bachelor-Studiengänge sind in 3 bis 4 Jahren abgeschlossen, Master-Studiengänge nehmen dazu noch einmal 1 bis 2 Jahre in Anspruch. Das ist eine überschaubare Zeit, um die Karriere zu planen und erste Schritte zu gehen. Ein Student erfüllt oft kein klares Berufsbild. Sie sind zwar Profis in ihrem Fachgebiet, wissen aber oft noch nicht, welchen Beruf sie damit ausüben können.
Für manche Berufe muss man studieren, zum Beispiel um Arzt, Richter oder Lehrer zu werden. Aber auch bei anderen Berufen kann es einen Einstieg deutlich erleichtern. Viele Firmen verlangen von Bewerbern für Vollzeitstellen Berufserfahrung, häufig reichen Praktika während des Studiums nicht aus. Hier sollen Traineeprogramme den Einstieg in die berufliche Laufbahn erleichtern.
Das Studium ist ein erster Schritt in die Unabhängigkeit. Du organisierst nicht nur dein akademisches Leben selbst - oft bedeutet ein Studium auch, dass man von zu Hause auszieht und einen eigenen Haushalt, ohne die Hilfe der Eltern, führt. Die erste Zeit nach dem Studium ist oft gleich die Rückzahlungsphase der in Anspruch genommenen Studienfinanzierungsleistungen.
Als Akademiker hat man (längerfristig) ein geringeres Risiko arbeitslos zu sein.