Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin Lehre & Beruf
Bildungsweg:
Duale Ausbildung
Schulabschluss:
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Deine Stärken
- Technische Zusammenhänge verstehen
- Informationen erfassen und Zusammenhänge erkennen
- Andere beraten und überzeugen
Ausbildungs- und Einstiegsgehalt
| 1. Jahr 1.000 € | |
|---|---|
| 2. Jahr 1.150 € | |
| 3. Jahr 1.300 € | |
| Einstieg 2.800 € |
Infos zum Beruf
Was macht man als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin?
Als Bautechnische Konstrukteurin bzw. Bautechnischer Konstrukteur bist du der kreative Kopf hinter Bauwerken, die unseren Alltag prägen. Von modernen Wohnhäusern über beeindruckende Brücken bis hin zu komplexen Industrieanlagen verbindest du Technik, Kreativität und Präzision. Aus deinen ersten Ideen werden konkrete und umsetzbare Pläne.
In enger Zusammenarbeit mit Architekten und Ingenieuren entwirfst du detaillierte Zeichnungen und 3D-Modelle. Mit modernen CAD-Programmen planst du Grundrisse, Schnitte und Konstruktionsdetails. CAD ist die Abkürzung für Computer Aided Design. Mit CAD-Programmen sind also computergestützte Design-Programme gemeint. Neben den Zeichnungen und Grafiken berechnest du Materialien und sorgst dafür, dass aus einer Vision ein stabiles, sicheres und funktionales Bauwerk entsteht.
Jeder Tag bringt neue Herausforderungen, denn kein Projekt ist wie das andere. Mit kreativer Arbeit, räumlichem Vorstellungsvermögen und Spaß an Technik startest du in einen Beruf mit Zukunft.
Die duale Ausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur ist in diesen drei Fachrichtungen möglich:
- Architektur
- Ingenieurbau
- Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau
Typische Aufgaben als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin
Technische Zeichnungen und Pläne erstellen:
Bevor ein Haus gebaut wird, musst du es planen. Mit den ersten Vorgaben und deinen Ideen erstellst du Bleistiftskizzen, zum Beispiel vom Grundriss. Danach zeichnest du die Ansichten mit Details von allen Seiten. Je nach Projekt, ob für Hoch-, Tief- oder Ingenieurbauprojekte, kannst du deine Kreativität mit einbringen oder musst dich an strikte Vorschriften halten.
3D-Modellierung und CAD-Programme nutzen:
Um dein Bauvorhaben noch detaillierter zu gestalten, fertigst du 3D-Modelle mithilfe von CAD- bzw. BIM-Software an. BIM ist die Abkürzung für Building Information Modeling und bedeutet auf Deutsch „Bauwerkinformationsmodellierung“. Diese digitalen Programme helfen dir, Häuser, Brücken oder Kanäle grafisch darzustellen und genaue Maße oder Formen mit deinem Auftraggeber anschaulich zu besprechen. Gleichzeitig bekommt er ein besseres Bild von seinem geplanten Bauvorhaben.
Material und Bauteile auswählen:
Der grafische Plan für dein Bauprojekt steht. Dann überlegst du, welche Baustoffe geeignet sind. Alle Bauteile müssen die geforderte Statik erfüllen. Außerdem wählst du Materialien aus, die den Kosten des Auftraggebers entsprechen und möglichst nachhaltig sind. Neben der Auswahl der Materialien berechnest du auch die Menge. So kannst du Materiallisten erstellen und bei der Kostenplanung unterstützen.
Normen und Vorschriften berücksichtigen:
Wenn du deine kreativen Ideen in die Planung einbringst, musst du auch die Bauvorschriften zu jeder Zeit einhalten. Es gibt viele DIN-Normen, technische Regeln sowie Sicherheits- und Qualitätsstandards zu berücksichtigen. Nur mit diesen Vorgaben ist gewährleistet, dass die Arbeit auf der Baustelle und das fertige Bauprojekt sicher sind. Übrigens: DIN ist sowohl die Abkürzung für „Deutsche Industrienorm“ als auch für „Deutsches Institut für Normung“, welches die Standards erarbeitet.
Hinweis: Die Aufgaben unterscheiden sich je nach deinem Projekt und deinen Zuständigkeiten.
Wo arbeitet man als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin?
Als Bautechnische Konstrukteurin bzw. Bautechnischer Konstrukteur arbeitest du in Büroräumen mit Skizzen und Computern. Um die Umgebung und die Begebenheiten rund um das Bauvorhaben kennenzulernen, verbringst du zusätzlich etwas Zeit auf der Baustelle.
Typische Arbeitgeber:
- Architekturbüros
- Bauämter
- Baufirmen mit eigener Planungsabteilung
- Die Ausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur löst zum 1. August 2026 den früheren Bauzeichner ab. Die neue und modernisierte Ausbildung konzentriert sich neben den klassischen Konstruktionsfähigkeiten auf digitale Werkzeuge wie CAD und BIM.
- Eine Bauzeichnung für das Bauamt muss genaue Angaben wie das Schriftfeld nach ISO 7200 enthalten. Auch der Maßstab und die Baustoffe müssen klar und verständlich dargestellt werden.
- Die Saale-Elster-Talbrücke für die Eisenbahn ist mit 6.465 Metern die längste Brücke Deutschlands.
Voraussetzungen
Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Bautechnischer Konstrukteur erfüllen?
Für deine Ausbildung als Bautechnische Konstrukteurin bzw. Bautechnischer Konstrukteur solltest du nicht nur zeichnerisches Können, sondern auch technisches Verständnis mitbringen. Du arbeitest viel mit Computerprogrammen und digitalen Grafiken, die du richtig anwenden und verstehen musst. Außerdem ist logisches Denken wichtig, um statische Zusammenhänge zu erkennen und Informationen über Baustoffe richtig zu deuten. Darüber hinaus musst du deinen Kunden erklären, welche Ideen umsetzbar sind und welche nicht. Du bist der Experte und kannst deine Auftraggeber beraten und von guten Lösungen überzeugen.
Welchen Schulabschluss brauche ich für die Lehre als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin?
Für die Bautechnischer-Konstrukteur-Ausbildung wird in der Regel ein Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife von den Ausbildungsbetrieben gefordert. Es gibt aber kein Gesetz, dass den Schulabschluss festlegt.
Was wünschst du dir?
Deine Meinung ist gefragt: Wann ist eine Bewerbung für dich einfach? Was erwartest du von
deinem Ausbildungsbetrieb vor und während der Ausbildung? Welches Feedback ist für dich
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Ablauf und Inhalte
Ablauf der Lehre
Die duale Ausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur dauert 3 Jahre. In dieser Zeit arbeitest du im Betrieb und besuchst die Berufsschule. Je nach Ausbildungsbetrieb nimmst du auch an überbetrieblichen Lehrgängen teil.
Im 3. Ausbildungsjahr erhältst du vertiefende Kenntnisse in deiner gewählten Fachrichtung:
- Architektur
- Ingenieurbau
- Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau
Inhalte der Lehre
Betriebliche Lehrinhalte
Konstruktion und technische Zeichnungen:
Nach der ersten Planung konstruierst du einzelne Bauteile wie Decken oder Wände und ganze Bauwerke grafisch. Dafür erstellst du detaillierte technische Zeichnungen, z. B. Bewehrungspläne für Stahlbetondecken oder Konstruktionsdetails für Fassaden.
Digitale Modellierung und Qualitätssicherung:
Den Bauprozess bildest du in digitalen 3D-Modellen (z. B. BIM-Modelle) ab. Dabei erkennst du Probleme frühzeitig, etwa wenn sich Leitungen und Träger überschneiden. Qualitätssichernde Maßnahmen sorgen dafür, dass Planungen vollständig, korrekt und normgerecht sind.
Technische Dokumentation:
Während der Planung und beim Bau erstellst du wichtige Unterlagen, zum Beispiel Baupläne oder Beschreibungen der Arbeiten. Diese Unterlagen werden später weiter genutzt, beispielsweise für Wartungen, Umbauten oder Reparaturen am Gebäude.
Bestandsaufnahmen und nachhaltige Planung:
Zu Beginn eines Projekts erfasst du den bestehenden Zustand eines Bauwerks oder die Begebenheiten. Dazu gehören z. B. Maße, Materialien oder Schäden an einem Bestandsgebäude. Das bedeutet du prüfst, welche Bauteile erhalten, wiederverwendet oder recycelt werden können. So schonst du Ressourcen und unterstützt die Kreislaufwirtschaft.
Inhalte in der Berufsschule
Grundstück und Erschließung:
In der Berufsschule lernst du, wie man Lagepläne erstellt und festlegt, wo gebaut wird. Du planst Baugruben, Zufahrten und Wege wie zum Beispiel die Einfahrt für Baufahrzeuge oder den Gehweg zum Gebäude.
Gebäudekonstruktion:
Du erarbeitest, wie Dächer aufgebaut werden und wie der Innenausbau geplant wird. Dazu gehören zum Beispiel Treppen, Rampen oder Innenwände, die du modellbasiert entwerfen kannst. Außerdem schaust du dir die Konstruktion tragender Teile eines Gebäudes an. Das können z. B. Wände, Decken, Balken sowie Stützen aus Holz oder Stahlbeton sein. Du übst, Bauteile so zu planen, dass sie stabil und sicher sind.
Bauanträge und Genehmigungsplanung:
Im Unterricht befasst du dich damit, Bauanträge vorzubereiten. Du erstellst Zeichnungen, Pläne und Unterlagen, die später bei der Behörde eingereicht werden müssen, beispielsweise für den Neubau eines Wohnhauses.
Dokumentation im Bestand:
Du erfährst, wie bestehende Gebäude genau aufgenommen und dokumentiert werden. Zum Beispiel zeichnest du alte Grundrisse nach, damit Umbauten oder Renovierungen richtig geplant werden können.
Wie viel verdient man in der Lehre als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin?
Während der Lehre als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin kannst du mit folgenden Lehrlingseinkommen rechnen:
-
1. Lehrjahr: 1.000 Euro
-
2. Lehrjahr: 1.150 Euro
- 3. Lehrjahr: 1.300 Euro
Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin Gehaltsseite.
- dein eigenes Haus bis ins kleinste Detail planen und grafisch darstellen.
- an Bauprojekten in Millionenhöhe mitwirken.
- deine Kreativität jeden Tag in deine Arbeit einfließen lassen.
Karriere
Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin?
Weiterbildungen
Techniker-Bautechnik:
Diese Weiterbildung kannst du allgemein sowie mit dem Schwerpunkt Ausbau oder Hochbau absolvieren. Du erstellst Skizzen, Detail- und Ausführungspläne und fertigst Baumodelle an. Gleichzeitig kümmerst du dich um Unterlagen für die Ausschreibung, planst den zeitlichen Verlauf der Baufortschritte und kalkulierst die Kosten. Je nach Baustelle und deiner Qualifikation übernimmst du Tätigkeiten der Bauleitung.
Studium:
Mit einem Studium wie Architektur oder Bauingenieurwesen erlangst du vertiefende Kenntnisse für die Gestaltung eines Bauprojektes. Passend zu deinen Interessen kannst du dich auf die Konstruktion und Planung oder auf die handwerklichen Baumaßnahmen spezialisieren.
Wie sind die Zukunftsaussichten als Bautechnischer Konstrukteur?
Deine Zukunft als Bautechnischer Konstrukteur ist gesichert. Egal ob für Unternehmen, bei Privatpersonen oder auf staatliche Anweisung, neue Bauvorhaben wird es immer geben. Dir stehen viele Projekte bevor, in denen du deine kreativen Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten einbringen kannst.
Mit einer Ausbildung in diesem Beruf startest du in ein spannendes Berufsleben. Du hast viele Möglichkeiten, dich mit einem Techniker oder einem Studium weiterzubilden – als Bautechnischer Konstrukteur hast du jede Menge Perspektiven!
Wie viel verdient man als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin?
Als Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin kannst du nach deiner Lehre mit einem Einstiegsgehalt von 2.800 EUR rechnen.
Du möchtest gerne mehr erfahren?
Hier geht es zur Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin Gehaltsseite.
Bewerbung
Worauf muss ich achten?
Als Bautechnischer Konstrukteur hast du eine anspruchsvolle und mit viel Verantwortung verbundene Aufgabe. Das Haus, die Brücke oder die Straße werden nach deinen Plänen gebaut. Ist in der Zeichnung ein kleiner Fehler, wird auch später am Bauwerk etwas nicht stimmen. Das wäre fatal.
Zeige in deiner Bewerbung daher, dass du verantwortungsvoll, ehrgeizig und technisch interessiert bist. Im Anschreiben erklärst du, warum genau du ideal für die Ausbildungsstelle geeignet bist. Vielleicht hast du bereits ein Praktikum auf dem Bau gemacht und schon erste Erfahrungen mit Zeichnungen gesammelt. Alle deine Tätigkeiten im künstlerischen, naturwissenschaftlich-technischen und im handwerklichen Bereich gehören unbedingt aufgelistet in deinen Lebenslauf. Zeugnisse und andere Zertifikate fügst du in den Anlagen hinzu.
-
Praktische Erfahrungen betonen:
Du hast schon ein Praktikum auf der Baustelle gemacht? Oder du hast schonmal eine Skizze für ein Gartenprojekt bei Verwandten gezeichnet? Super, dann erwähne das in deiner Bewerbung! -
Motivation zeigen:
Erkläre, warum du dich für den Beruf des Bautechnischen Konstrukteurs interessierst. Du kannst zum Beispiel deine Begeisterung fürs detaillierte Zeichnen angeben. -
Sorgfältige Bewerbungsunterlagen beachten:
Achte darauf, dass deine Bewerbung ordentlich und vollständig ist. Erstelle einen gut strukturierten Lebenslauf und formuliere ein individuelles Anschreiben für den jeweiligen Ausbildungsbetrieb. Eine 08/15-Bewerbung ist ein No-Go!
Der Beruf Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin passt gut zu dir, wenn ...
- ... du gerne zeichnest.
- ... du technisches Verständnis hast.
- ... du gerne kreativ arbeitest.
Der Beruf Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin passt weniger zu dir, wenn ...
- ... du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest.
- ... du nicht am Computer arbeiten möchtest.
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