Du liebst es, gemütlich auf dem Sofa zu liegen und Serien bzw. Filme zu schauen? Ein Serienmarathon (oder Binge-Watching) steht bei dir regelmäßig auf dem Programm? Dann haben wir genau das Richtige für dich: Jeden ersten Montag im Monat stellen wir dir nicht nur eine Serie vor, sondern eröffnen dir zusätzlich, was du aus der Serie für deine Ausbildung, deine Bewerbung oder deine Berufswahl lernen kannst! Im ersten Teil geht es um Squid Game.

Squid Game ist eine südkoreanische Dramaserie, die am 17. September 2021 beim Streaming-Anbieter Netflix veröffentlicht wurde. Nach nur vier Wochen haben 142 Millionen Netflix-Konten die Serie abgerufen – Rekord!

Spoiler-Warnung: Wenn du Squid Game gar nicht oder noch nicht zu Ende geschaut hast, solltest du jetzt besser aufhören zu lesen.

Worum geht es?

Gi-hun ist hochverschuldet und erhält eine mysteriöse Einladung, um viel Geld zu spielen. Er muss sich mit 455 weiteren Personen in sechs verschiedenen Spielen, die an koreanische Kinderspiele angelehnt sind, unter Beweis stellen. Überwacht werden sie dabei von maskiertem und bewaffnetem Personal.

Was kannst du für deine Ausbildung lernen?

Neben all der Brutalität und der Kapitalismuskritik, hat Squid Game auch einige positive Effekte, die du für deine Ausbildung mitnehmen kannst.

Warnzeichen nicht ignorieren

Gi-hun und die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich das Ausmaß der Spiele mit Sicherheit anders vorgestellt. Da sie aber dringend an Geld kommen wollten, haben sie alle „Red flags“ bzw. Warnzeichen ignoriert. Das ist gefährlich! Du solltest die Warnzeichen nicht ignorieren: Als Azubi Überstunden machen zu müssen, hat nichts mit Fleiß zu tun und kostenfreie Getränke und Snacks sind auch nicht wertvoller als Gehaltserhöhungen.

Auf Expertinnen und Experten hören

Das Spiel Tauziehen gewinnt das Team rund um Gi-hun nur, weil sie auf den Spieler 001 alias „alter Mann“ hören. Dieser hat deutlich mehr (Lebens-)Erfahrung und weiß, wie man das Spiel gewinnen kann. Manchmal ist es also besser, auf andere zu hören und es ihnen gleichzutun – auch wenn du meinen solltest, du wüsstest es besser. Die Ansätze von Expertinnen und Experten, Fachkräften sowie Ausbildungsleitung sind keineswegs nutzlos.

Strategisch arbeiten und nicht prahlen

Bei Squid Game gibt es den ein oder anderen (z. B. Deok-Su bzw. Spieler 101), der stets mit dem Ellbogen unterwegs ist, keine Rücksicht auf andere nimmt und immer wieder mit seinem Können prahlt. Du gehörst eher zu den bescheidenen und introvertierten Azubis? Nicht zuletzt bei Squid Game haben wir gelernt: Das ist ein großer Vorteil! Nutze dein strategisches, logisches Denken und überlege dir gute Vorgehensweisen für deine Arbeitsschritte. Das wird automatisch zu Erfolg führen – ohne, dass du damit prahlen oder angeben musst. Schließlich wurde auch Deok-Su sein Verhalten zum Verhängnis und er hat nicht gewonnen.

Bezugspersonen suchen

Im Verlauf der Serie haben sich mehrere Spieler zusammengetan und waren dadurch erfolgreicher. Am besten suchst du dir während deiner Ausbildung jemanden aus deinem Team und versuchst, gemeinsam mit ihr oder ihm beruflich zu wachsen und stets ein Auge aufeinander haben. Allein kommst du im Berufsleben nicht weit, da auch ein gutes Netzwerk hilfreich ist, um voranzukommen. Kolleginnen und Kollegen, die einem nahe stehen, sorgen außerdem für Zufriedenheit und damit auch Erfolg in deiner Ausbildung.

Nerven bewahren

Wer erfolgreich sein möchte, muss Nerven bewahren und mentale Stärke beweisen. Das dürfte wohl die größte Lehre aus Squid Game sein: Nur wer ruhig bleibt, kann auf sein Know-how zurückgreifen. Konzentriere dich auf dich selbst, lass dich von anderen nicht einschüchtern und zieh dein Ding durch, wenn du eigene Ideen hast!

Fazit

Über Squid Game wird seit Wochen viel diskutiert. Während die Serie einerseits für ihre Spannung und Umsetzung gelobt wird, wird sie andererseits für ihre Brutalität kritisiert. Bei aller Diskussion und auch wenn es sich um fiktive Geschehnisse handelt, kannst du einiges auf deine Ausbildung bzw. dein Berufsleben übertragen. Mit diesen Lerneffekten im Hinterkopf hat man gleich ein weniger schlechtes Gewissen beim nächsten Serienmarathon, oder?


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