Was ist Personal Branding überhaupt?

Das Wort „Personal Branding“ kommt aus dem Englischen und kann auch als Bildung einer persönlichen Marke oder Eigenmarke übersetzt werden. Es geht beim Personal Branding darum, für sich selbst ein Image oder einen bestimmten Ruf in der Öffentlichkeit bzw. Arbeitswelt zu entwickeln. Genauer gesagt, geht es also um Selbstmarketing und die Frage: „Wie schaffe ich es, mich im beruflichen Umfeld positiv darzustellen?“

 

Wozu dient eine Personal Brand?

Das Selbstmarketing im beruflichen Kontext hat vor allem einen Grund: Sich selbst, die eigenen Kompetenzen, Qualifikationen und Erfolge in der Arbeitswelt zu kommunizieren, sich somit, beispielsweise zur Verbesserung der beruflichen Stellung, zu positionieren oder gar einen Expertenstatus in einem bestimmten Gebiet zu erreichen.

Zugegeben: In der Ausbildung einen Expertenstatus zu erreichen, ist wohl eher unwahrscheinlich und etwas über das Ziel hinausgeschossen. Aber auch als Azubi kannst du an deiner Eigenmarke arbeiten, dich in einem positiven Licht präsentieren und so beispielsweise begehrte Projektaufgaben übernehmen oder im Anschluss an die Ausbildung für eine beliebte Position und Festanstellung in Betracht gezogen werden.

 

Wie erschaffe ich eine Eigenmarke in der Ausbildung?

Schritt 1: Ziele festlegen

Zu Beginn deines Selbstmarketings solltest du dich zunächst auf dich und deine eigenen Ziele fokussieren. Mache dir klar, was deine beruflichen Ziele sind, was du nach der Ausbildung erreichen möchtest und wo deine Stärken liegen. Diese gilt es dann auch aktiv zu kommunizieren, beispielsweise in Entwicklungsgesprächen mit deinem Ausbilder oder Vorgesetzten. Und keine Sorge: Seine eigenen Fähigkeiten zu kennen und sie auch öffentlich zu vertreten ist nicht gleich Angeberei, sondern zeigt, dass du selbstbewusst bist, deinen Wert kennst und weißt, wo du hinwillst.

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Schritt 2: Aktiv werden

Personal Branding heißt auch, auf sich aufmerksam zu machen. Das tust du beispielsweise, indem du Kollegen deine Hilfe bei bestimmten Aufgaben anbietest. So hinterlässt du bei ihnen einen guten Eindruck und hast vielleicht sogar das Glück, dass bei deinem Vorgesetzten positiv über dich berichtet wird. Aber auch bei Besprechungen kannst du aktiv werden: Bring dich ein, ergreife das Wort und teile deine Ideen, sodass deine Kollegen und Vorgesetzten sehen, dass du dich engagierst, dich mit wichtigen Themen auseinandersetzt und ein gutes Maß an Kreativität und Innovationskraft mitbringst.

Schritt 3: Ein Netzwerk aufbauen

Networking ist in der Arbeitswelt sehr wichtig. Es gibt immer mal wieder Chancen und Möglichkeiten, die sich ohne die richtigen Beziehungen nicht ergeben hätten. Deshalb solltest du schon möglichst früh in deiner Ausbildung beginnen, ein gutes Netzwerk aufzubauen. Das funktioniert beispielsweise auf Veranstaltungen oder speziellen Netzwerk-Treffen. Aber auch online hast du die Möglichkeit, dein berufliches Netzwerk weiter auszubauen, beispielsweise über die Business-Plattformen Xing und LinkedIn. Gleichzeitig kannst du hier deine Eigenmarke bekannt machen, indem du dein dortiges Profil mit Informationen zu deinem Werdegang, Qualifikationen und Stärken ausfüllst.

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