Was möchte ich machen?

Egal, ob du nach deinem Pflichtschulabschluss auf der Suche nach einem Lehrstellenplatz bist beziehungsweise dein Weg dich nach Matura oder Studium in die Praxis führt - das Wichtigste für dich ist: Mach dir selbst klar, was und vor allem wohin du möchtest. Wenn du weißt, was deine Passion ist, hast du den schwierigsten Teil dieser Reise schon hinter dir. Und alles, was folgt, fügt sich hoffentlich von selbst. 

Der frühe Vogel…

Doch zunächst: Warte nicht, bis du dein Zeugnis erhältst. Die Stellensuche und der Bewerbungsprozess nehmen viel Zeit in Anspruch. Starte deshalb frühzeitig und bereite dich demensprechend vor. Vielleicht bist du gut in Deutsch und möchtest Lehrer oder Lehrerin werden oder dich begeistert Sport und du siehst dich nach Ausbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich um. Egal, was es ist, es braucht Zeit.

Du kannst die Ferien bereits nutzen, um Praktika zu absolvieren, verschiedene Arbeitsbereiche kennenzulernen und dir ein eigenes Bild von Tätigkeiten machen, von denen du glaubst, dass sie dir zusagen. Theorie und Praxis sind in der Realität leider nicht immer ident und Wunschvorstellungen trügerisch. Probiere dich aus und verschaffe dir Klarheit. So kannst du neben den positiven Seiten eines Berufsfeldes vielleicht schon einen Blick auf das Negative werfen und dich fragen, ob die Stelle für dich geeignet ist. Damit bleibt dir reichlich Zeit, dich nach Alternativen umzuschauen.

Lesetipp

Praktikum in den Sommerferien: Darauf musst du achten

Wenn du unschlüssig bist, wohin du beruflich möchtest, denk darüber nach, was dir Spaß macht, worin du gut bist und was dir solche Freude bereitet, dass du dir vorstellst, gerne arbeiten zu gehen. Die Suche ist leider nicht immer leicht. Habe Geduld, manchmal braucht das Richtige etwas länger. Aber es wird dich finden. Nimm dir Zeit und mache dir Gedanken, was dich erfüllt. Wähle weise. Es ist dein Leben und du bestimmst die Richtung. Suche auch außerhalb deines Horizontes. Du musst nicht das tun, was man von dir erwartet oder was Generationen vor dir beruflich gemacht haben. Jeder und jede definiert sich über etwas anderes. Was möchtest du? 

Nimm Hilfe an.

  • Das Internet bietet nützliche Seiten, die diverse Berufsfelder genau erklären. Das heißt, du kannst nachlesen, welche Tätigkeitsfelder der Beruf umfasst und auch welches Gehalt dir im Allgemeinen zusteht. Des Weiteren findest du Ausbildungswege und zumeist gleich Bildungseinrichtungen, die eine Weiterbildung anbieten, sofern eine notwendig sein sollte.
  • Es gibt Beraterinnen und Berater, die etwaige Fragen beantworten und dir weiterhelfen, wenn du dir unsicher bist. Jugendliche können „Jugend-Coaching“ in Anspruch nehmen. Hierbei arbeiten Coaches zusammen mit dir deine Interessen und Stärken heraus und helfen bei der Lehrstellen- oder Arbeitssuche.
  • Zudem finden jährlich Berufsmessen statt. Verschiedene Unternehmen oder auch Weiterbildungseinrichtungen stellen sich und Einstiegsmöglichkeiten vor. Nutze diese Chancen, sie können dir ebenfalls helfen, wertvolle Kontakte zu knüpfen.
  • Auch deine Lehrerinnen und Lehrer werden dir bestimmt weiterhelfen, wenn du mit einer Frage an sie herantrittst.
  • Schöpfe alle Ressourcen aus, die dir zur Verfügung stehen. Es geht um dich. 

Wie suche ich?

Hast du eine klare Vorstellung von deinem Traumberuf und bist bereit, dich zu bewerben, kannst du professionelle Hilfe zurate ziehen, indem du dich als arbeitssuchend meldest und Vermittlungsvorschläge bekommst. Die geschulten Experten und Expertinnen geben dir zusätzliche Informationen zum Thema Bewerbung und helfen beispielsweise bei der Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen.

Der klassische Weg führt meist über eine Online-Suche, bei der du auf Online-Plattformen gezielt nach konkreten Berufsfeldern und Regionen suchen kannst. Bei einigen dieser Seiten besteht die Möglichkeit, dich via kostenfreier E-Mail-Registrierung über aktuelle Stellenangebote zu deiner Sucheingabe informieren zu lassen. Du kannst ebenso deinen Lebenslauf (kostenfrei) eigenständig auf vielen Seiten inserieren, der wiederum von Unternehmen eingesehen werden kann, die dann ihrerseits Kontakt mit dir aufnehmen.

Hier musst du einfach schauen, was am besten für dich passt. Eine Kombination aus verschiedenen Bewerbungsmethoden erhöht vermutlich deine Chancen. 

Wie gestalte ich meine Bewerbungsunterlagen?

Deine Bewerbungsunterlagen sind deine Visitenkarten. Das Unternehmen lernt dich über sie kennen und bekommt einen ersten Eindruck von dir. Hier ist es wichtig, dass du von dir überzeugst und beachtest, dass deine Unterlagen individuell und originell sind. Stimme dein Anschreiben und Motivationsschreiben auf das Inserat ab, verwende ähnliche Begriffe, wie du sie in der Stellenanzeige findest. Damit signalisierst du dem Unternehmen nicht nur, dass du die Anforderungen erfüllst, sondern ebenso aufmerksam bist. Erwähne nicht nur, dass du zum Beispiel ein Studium abgeschlossen hast, sondern gehe auf konkrete Inhalte ein, die für die jeweilige Stelle relevant sein könnten.

Sprich in deinem Motivationsschreiben an, warum du dich für diese konkrete Stelle beworben hast und warum gerade du für die Position geeignet erscheinst. Sei authentisch, das macht einen sympathischen Eindruck.

Viele Inserate wünschen sich praktische Erfahrung. Wenn du gerade deinen Abschluss gemacht hast, kannst du das natürlich nicht immer erfüllen. Versuche es trotzdem, trau dich. Unternehmen sind bereit, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzuschulen. Du musst nur zeigen (oder besser gesagt schreiben), dass du es kannst.

Wenn du dir unsicher bist, lass eine unbefangene Person deine Bewerbungsunterlagen auf Tippfehler oder Ähnliches korrigieren (auch, wenn es vielleicht unangenehm ist).

Und senden.

Mit dem Absenden deiner Bewerbung kann eine zermürbende Phase beginnen: Die Warterei. Einige Stellenanzeigen geben eine Bewerbungsfrist an, was dir zumindest etwas bei der Orientierung hilft. Nicht verzagen, eine Antwort kann Tage oder auch bis zu einem Monat in Anspruch nehmen. Einer interessanten Anzeige folgen dutzende Bewerber und Bewerberinnen, die Überprüfung dauert da natürlich und jedes Unternehmen möchte die Position bestmöglich besetzen. Sie nehmen sich Zeit für die Durchsicht der Bewerber und Bewerberinnen, genauso solltest du dir Zeit bei der Erstellung nehmen. Darum ist es wichtig, deine Bewerbung originell zu gestalten und rechtzeitig mit der Stellensuche zu beginnen. Somit vermeidest du, Zeit zu verschwenden und du musst keine etwaigen Lücken in deinem Lebenslauf erklären.

Hoffentlich hast du die Gelegenheit und wirst zu einem Vorstellungsgespräch gebeten. Geh ruhig in das Gespräch, selbst, wenn dein Herz ohrenbetäubend rast. Nervosität bringt dich nicht weiter. Du hast eine Chance, nutze sie. Stell dich vor, sei natürlich und schildere dein Interesse an der Arbeit und dem Unternehmen. Erwähne deine Qualifikationen und Ausbildungsschwerpunkte. Es ist dein Moment, genieße ihn.

Du kannst, bevor du in das Gespräch gehst, etwas trinken oder drei Mal tief durchatmen. Danach verfliegt eventuelle Anspannung meistens und man ist gelöster (nicht umsonst werden diese einfachen Methoden auch bei Stress oder Panikattacken angewendet). Darum, glaub an dich, dann werden es andere auch. Und trau dir ruhig etwas zu.

Es war ein langer Weg, doch du hast ihn gemeistert. Dein Start in die Berufswelt ist geglückt und du bist endlich angekommen. Bereichere die Welt mit deinem Talent und Können.

Unser Fazit

Du stehst neu im Berufsleben, gerade aus der Schule raus und bist nun dabei, dir deinen (ersten) Job zu suchen. Warte nicht zu lange, sondern fang gleich damit an, die für dich richtigen Jobs zu suchen. Nimm Hilfe an, wenn du nicht weiterwissen solltest. Achte bei deinen Bewerbungsunterlagen darauf, dass diese professionell, aber auch individuell aussehen. Wenn deine Bewerbungsunterlagen versendet sind, mach dir nicht zu viele Gedanken, wenn die Rückmeldung auf sich warten lässt. Die Einladung zum Bewerbungsgespräch kommt bestimmt und wenn sie dann endlich eingetroffen ist, wünschen wir dir viel Erfolg. Du wirst das meistern!

Gastbeitrag von Andreja Djak, südtirolerjobs.it



Folgendes könnte dich auch interessieren


"Wir unterstützen die Ukraine mit Arbeitsplätzen für Menschen in Not"

"Wir unterstützen die Ukraine mit Arbeitsplätzen für Menschen in Not"

Die HRM Personal Institut GmbH - als Betreiber der regionalen Jobportale wienerjobs.at, steirerjobs.at, kärntnerjobs.at, salzburgerjobs.at, tirolerjobs.at und südtirolerjobs.it - hat die Initiative ergriffen, mit ihren regionalen Jobplattformen geflüchteten Menschen aus der Ukraine einen digitalen Ort zu schaffen, auf dem schnell und einfach Arbeitsplätze und Lehrstellen in Österreich und Südtirol gefunden werden können. Nach nur einer Woche konnten über 200 Unternehmen gewonnen werden, die Bereitschaft zeigen, Flüchtlinge für verschiedenste Positionen bei sich aufzunehmen.

Ausbildung in Deutschland als Ausländer: Alles, was du wissen musst

Ausbildung in Deutschland als Ausländer: Alles, was du wissen musst

Du kommst aus dem Ausland und möchtest eine Ausbildung in Deutschland starten? Dann hast du ganz sicher viele Fragen: Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Wie finde ich einen Ausbildungsplatz in einem deutschen Unternehmen? Wir haben die Antworten auf deine Fragen und geben dir wichtige Tipps und Informationen zur Ausbildung in Deutschland.

Sommerpraktikum beim Land: Bewerbungsfrist endet am 31. Jänner

Sommerpraktikum beim Land: Bewerbungsfrist endet am 31. Jänner

Pressemitteilung der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol vom 04.01.2023. Noch bis zum 31. Jänner können sich Oberschüler und Oberschülerinnen, Studierende, Jungakademikerinnen und Jungakademiker um ein Sommerpraktikum in der Landesverwaltung bewerben. Die Praktika dauern bis zu drei Monate und bringen den Arbeitsalltag der Landesverwaltung näher. 200 junge Menschen werden angenommen.